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DER KATALOG

 

2018: 20 Jahre Bernsteinzimmer..
Die Zweite Dekade liegt als wunderbarer Katalog in der Galerie bereit.. 

ALLE FOLGEN

Lesung und Buchpräsentation

 

Franz Dobler »Ein Schuss ins Blaue«

 

Donnerstag, 24. Oktober 2019 um 20 Uhr, Eintritt 8,- Euro   

 

 

 

Ex-Polizist Fallner würde sich lieber aus der Sicherheitsfirma seines Bruders verabschieden – und landet im Labyrinth deutscher Probleme. Mit seinem jüdischen Partner Landmann soll er einen islamistischen Attentäter aufspüren, auf den ein Kopfgeld von zwei Millionen ausgesetzt ist. Der Gesuchte hält sich angeblich in München auf. Dabei ist nicht mal klar, von wem der Hinweis eigentlich kommt. Könnte es sein, dass die private Sicherheitsfirma nur benutzt wird? Von rechtsradikalen Seilschaften in staatlichen Sicherheitsbehörden vielleicht? Wenn ja, warum? 

 

Franz Dobler, lebt in Bayern und hat seit 1988 neben Romanen und Gedichtbänden, für die er u. a. mit dem Bayerischen Literaturförderpreis ausgezeichnet wurde, auch Erzählungen und Musikbücher veröffentlicht. Für seine Kriminalromane »Ein Bulle im Zug« und »Ein Schlag ins Gesicht« erhielt er jeweils den Deutschen Krimi Preis. Franz Dobler erzählt mit einem teils brachialen und immer schonungslos kritischen Duktus. Er ist ein provozierender, polarisierender und unabhängiger Autor, der sich vorrangig mit Pop- und Subkultur, Politik und dem alltäglichen Wahnsinn befasst. Legendär sind neben seinen Büchern und Texten auch seine außergewöhnlichen Lese- und DJ-Performances.

 

»Dobler ist ein Meister der genau dosierten Ironie und eines fröhlichen Sarkasmus.
Seine Geschichten strahlen eine betörende Melancholie aus und sind ungeheuer komisch.«  Hubl Greiner

 

»Franz Dobler schreibt wie einst Raymond Chandler – hart, präzise, zärtlich und poetisch.« Stern

 

 

 

Gefördert von

»Zu guter Letzt« Diamonopolvortrag No. 52

»Lost« 

 

Samstag, 26. Oktober 2019 um 19.30

 

 

 

Verlorene Bauwerke, Abriss, Einsturz: seit 40 Jahren versucht Fredder Wanoth seinem eigenen Ende zuvorzukommen, indem er fast fanatisch architektonische Verluste dokumentiert.

 

 

 

 

Katharina Gierlach und Stefanie Schrank

»Bauten«

 

 

Ausstellungseröffnung: Sonntag, 15. September um 17 Uhr

 

 

»Das schönste an meinem Bau ist aber seine Stille. Freilich, sie ist trügerisch.

Plötzlich einmal kann sie unterbrochen werden und alles ist zu Ende.

Vorläufig aber ist sie noch da.«

 

Franz Kafka, Der Bau

 

 

Ob weitläufig, labyrinthisch, mikroskopisch klein, zweckmäßig oder überbordend, in der Höhe oder unter der Erde - Tier, Mensch, Pflanze, selbst Bakterien erschaffen Orte, Habitate, Höhlen, Behausungen, um sich darin aufzuhalten, zum Schutz vor oder im Einklang mit einem wie auch immer gearteten Außen.

Die Kölner Künstlerinnen Katharina Gierlach und Stefanie Schrank widmen sich dem Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln: Ölgemälde der mittlerweile zerstörten Baumhäuser aus dem Hambacher Forst stehen neben feingliedrigen Zeichnungen von Nestern, unterirdischen Bauten und sich ausbreitenden Nischen, beide Annäherungen zeigen Spuren von Anwesenheit, nicht aber die ursprünglichen BewohnerInnen, und legen so den Fokus auf die Fragilität von fixen und sicher geglaubten Zuständen.

 

 

Dauer der Ausstellung: Sonntag, 15. September bis Sonntag, 13. Oktober

 

Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag 15 Uhr bis 19 Uhr

 

 

 

 

 

Konzert

Angela Aux

 

Freitag, 11. Oktober 2019 um 20 Uhr

 

»I‘m  a  killer  kid«,  begrüßt  eine  weiche  Lawine  aus  Fragezeichen  -  ein  flauschiger  Dornenwald aus  Synthesizern  und  Beatles-Klaviatur.  So  stößt  Angela  Aux  das  Tor  in  sein  viertes  Album  auf, steht  lächelnd  auf  der  Schwelle  und  winkt  herein:  in  die  Untiefen  der  Alltäglichkeit  des  ganz normalen  Wahnsinns  -  »I  can‘t  get  away  with  it«.  Ein  popmusikalischer  Wiedergänger,  der vergessene Schätze  einsammelt  und  neue  funkelnde  Wolken  daraus  strickt.  »Songs  schreiben ist  für  mich  wie  Schiffe  bauen,  ich  sammle  Ideen  und  Weisheiten  und  schicke  sie  auf  diesen Schiffen  in  die  Zukunft«  erzählt  Angela  Aux. 

 

Angela Aux stellt sein aktuelles Album »In Love With the Demons« (Trikont) im Bernsteinzimmer vor. Unterstützt wird er dabei von Maria Moling (Me + Marie, Ganes) und Henny Herz. 

 

Eintritt: 10 Euro

 

 

 

Lesung

Roland von Oystern und Ferdinand Führer

 

Sonntag, 6. Oktober 2019 um 20 Uhr

 

Ferdinand Führer und Roland von Oystern sind das berüchtigtste Journalistenduo der letzten Jahre. Sie haben mit Turbostaat gesoffen, mit Prinz Charles Brieffreundschaft geführt, mit Tocotronic geknutscht. 2014 sperrten sie sich einen Winter lang in der rumänischen Einöde ein, um sich gegenseitig beim Verrücktwerden zuzusehen und darüber Buch (»Ein Tag Hagel und immer was zu Essen da«, Ventil Verlag 2016) zu führen. Wohl nicht nur deshalb gehören zu ihrem Fankreis Genregrößen wie Linus Volkmann (ehemals Intro-Magazin) und Andre Lux (Egon Forever!).

Zum ersten Mal erzählen Ferdinand und Roland noch einmal, wie alles kam. Ein Abend mit Kurzgeschichten, Tagebucheinträgen, Rechtfertigungsschreiben und schönen Liedern.

 

Eintritt: 8 Euro

 

 

 

 

»Zu guter Letzt«

Dia-Monopolvortrag No. 51

 

»Balkan-Abend« 

 

Samstag, 28. September 2019 um 19.30 Uhr

 

Auf ins dritte Quartal! Kruje, Tetovo, Shkodra, Prizren, Budva - Böhmische Dörfer? Nein, Balkanische Städte! Aktuell abgelichtet von Fredder Wanoth. Es werden regionaltypische Obstsäfte und Müsliriegel gereicht. Wer 25 Eintrittskarten vergangener Vorträge vorweisen kann erhält ein Freigetränk!

 

 

Preview

 

Martin Puntigam 

»GLÜCKSKATZE - The future of awesome!«

 

Dienstag, 17. September 2019 um 20 Uhr

 

Das große neue Soloprogramm zum 30jährigen Bühnenjubiläum! Und 50. Geburtstag - quasi 80 Jahre Puntigam. Gibt es einen besseren Zeitpunkt, um den rüstigen Jubilar und seine Verdienste um die Republik zu feiern als Sir des gehobenen X - Rated - Entertainments und augenfreundlicher MC der Science Busters?

GLÜCKSKATZE - Der internationale Publikumsliebling schaut zurück und verspricht, neben brandneuen Witzen auch ein paar seiner größten Hits wiederaufleben zu lassen. Aber welche? Kommt nochmals Hundefutter auf den Tisch? Überleben es die Gitarren diesmal? Weiß er den Doppelsteckerdildo noch zu handhaben? Oder fährt er gar im Dirndl mit dem Standrad vor? Die Aufregung ist entsprechend. Schnurren kann Martin Puntigam schon, Gewölle erbrechen muss er noch üben. Regie: Claudia Schulz

 

 

Eintritt: 8 Euro

 

 

 

 

 

 

 

Ausstellung

 

Anna Bittersohl

»wandering through the shadows of time«

 

 

 

Ausstellungseröffnung Sonntag, 30. Juni 2019 um 17 Uhr

 

 

Heimweh, Nostalghia, muss man verstehen, dann kann man es lieben. Und Nostalghia hat man nicht nur nach Orten oder Personen, es ist vielmehr eine Haltung dem Leben gegenüber.

 

In der Ausstellung »wandering through the shadows of time« nimmt uns die Malerin Anna Bittersohl mit auf einem Weg zu verschiedensten Punkten des Wandels in Ihrem Leben. Wie an einer Pinnwand für schlechte Verbrecherfilme bringt sie dafür unterschiedlichste Aspekte der Veränderung in Form von Installation, Film und Malerei miteinander ins Gespräch und verwebt sie schonungslos miteinander im Raum, um sie einer neuen Ordnung zuzuführen. Auf diese Art jedweden zeitlichen und räumlichen Zusammenhangs enthoben, bleibt eine Analyse über die genauen Umstände im Verborgenen und somit eine Wertung des Ist-Zustands außer Reichweite.

Am Ende kreist alles nur um dieses Gefühl, das wir verspüren, wenn uns plötzlich etwas fehlt. Jenes Ziehen im Bauch, das indifferente Gefühl etwas vergessen oder verloren zu haben, welches nach Meinung der Künstlerin dem Zustand des Verliebtseins sehr nahe ist. Die Zeit bleibt stehen, vergeht rückwärts, der Blick verengt sich auf ein sehr kleines Sichtfeld und wir verlieren die Fähigkeit zu sagen, was wirklich ist und was nicht, geschweige denn, dass wir wüssten, was das eigentlich bedeutet. Kontrollverlust, Rausch, auf wundersame Weise aus der Realität geworfen.

Wenn man es also schafft, so die These, die Nähe dieser beiden so ambivalenten Zustände zu verstehen und damit fähig wird, das Eine auch stets als das Andere zu begreifen, dann kann sich der Blick auf die einzelnen Dinge wieder weiten. Nichts wurde vergessen und alles was geht, schafft Platz für Neues. Der Boden auf dem wir laufen mag ein anderer sein, aber der Weg der hinter uns liegt wird immer derselbe bleiben.

 

»wandering through the shadows of  time« ist eine sehr persönliche Einladung auf einen Spaziergang durch die Zeit und eine Liebeserklärung an den natürlichen Wandel der Dinge.

 

 

Anna Bittersohl wurde 1982 in Dachau geboren und hat 2003-2009 an der AdBK Nürnberg in der Klasse für Freie Malerei bei Ralph Fleck studiert. Seit 2016 lebt und arbeitet sie in Leipzig.

 

 

 

 

Dauer der Ausstellung: Sonntag, 30. Juni bis Sonntag, 28. Juli 2019

Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag 15 bis 19 Uhr

 

 

 

 

 

 

»Zu guter Letzt« 

Dia-Monopolvortrag No. 50

 

Früher... später... 1987?

 

 

Samstag, 29. Juni 2019 um 19.30 Uhr

 

Fredder Wanoth kramt in den hintersten Magazinen seines aufgelassenen Jugendzimmers und frönt einer merkwürdigen Leidenschaft: der Eisenbahnphotographie! (wenn er lebendig von seiner Balkan-Reise zurückkommt)

 

 

 

 

Radio Bernstein No. 70

 

Martin Staeffler »Adjacent Melodies«

 

Sonntag, 9. Juni 2019, 18 Uhr

 

Ein Mann, eine Gitarre, zwei Melodien: Die »Adjacent Melodies« des Nürnberger Komponisten und Gitarristen Martin Staeffler vereinen zwei Melodien zu einem Musikstück, was nicht nur musikalische Disharmonien mit sich bringt: Die Nationalhymnen von DDR und BRD müssen sich ebenso zusammenraufen wie die Stones mit den Beatles, und Gretel bekommt zu ihrem Bruder Hänsel ein Hänschen dazu. Ob es sich bei diesen raffinierten Simultaninterpretationen schlichtweg um Bastardpop handelt, oder ob Martin Staeffler nicht vielmehr an die barocke Tradition des Quodlibet anknüpft, wie sie auch in Johann Sebastian Bachs Goldbergvariationen anklingt, wird sich dem Publikum in den zwischenmusikalischen Gesprächen mit dem Interviewpartner Elmar Tannert erschließen. Inklusive Einführungscrashkurs in die Welt der Polyrhythmik (Teilnahme freiwillig)!

Eintritt 6 Euro

 

 

 

 

»Zu guter Letzt« Dia-Monopolvortrag No. 49

»Im Tal der sterbenden Brücken«

 

Am 25. Mai um 19.30 Uhr

gehts nochmal ins Tal der sterbenden Brücken. Dann gibts wiedergefundene Dias von 1992 mit einem Stadtporträt des damaligen Leningrads.

 

 

 

 

Ausstellung

 

»Die Meister*innen des Kleinen Formats«

 

Ausstellungseröffnung Sonntag, 5. Mai 2019 um 17.00 Uhr

 

 

Liebe Freunde und Freundinnen der Lesebrille!

 

Nürnberg! Die Stadt des Kinderspielzeugs, der winzigen Bratwürste und der Meistersinger und Meistermaler*innen. 

Hier ein absolut fundierter Beitrag zur Kulturhauptstadt-Bewerbung: 

48 Teilnehmer*innen zeigen ihr Bestes und Kleinstes im Format von maximal DIN A6 im kleinsten Bernsteinzimmer der Welt. Eine Fundgrube für den hängewandbegrenzten Kunstsammler!  

 

Peter Angermann, Winfried Baumann, Reiner Bergmann, Anna Bien, Anna Bittersohl, Karin Blum, Jan Bräumer, André Debus, Matthias Egersdörfer, Cornelia Effner, Peter Engel, Martin Fürbringer, Václav Gatarik, Jan Gemeinhardt, Hans Grasser, Fatma Güdü, Leonhard Hurzlmeier, Rudi Hurzlmeier, Anke Hellmich, Franz Janetzko, Kai Klahre, Cris Koch, Peter Kunz, Roger Libesch, Thomas Lunz, Linda Männel, Meike Männel, Berny Meyer, Anders Möhl, Birgit Nadrau, Uschi Neuwert, Matthias Otto, Detlef Paulig, Gerlinde Pistner, Eva von Platen, Dan Reeder, R. Egenschirm, Christian Rösner, Wolf Sakowski, Harri Schemm, Renate Sellesnick, Andrea Sohler, Bastian Spiegel, Susanne Stiegeler, Christa Varadi, Verena Waffek, Fredder Wanoth, Reiner Zitta 

 

Dauer der Ausstellung: Sonntag, 5. Mai bis Sonntag, 2. Juni 2019 

 

 

 

 

 

»Zu guter Letzt« Dia-Monopolvortrag No. 48

 

Jetzt wirklich das Allerneuste Allerletzte

 

Samstag, 27. April um 19.30 Uhr

 

 

Fredder Wanoth ist doch noch erfolgreich gewesen bei der Beschaffung des vom Aussterben bedrohtenDia-Film-Materials. Folgen wir ihm aktuell in das Tal der sterbenden Brücken.

 

 

Ausstellung

 

»The Hu«

Rudi Hurzlmeier, Julian Hurzlmeier, Leonhard Hurzlmeier

 

Ausstellungseröffnung Sonntag, 10. März 2019 um 17.00 Uhr

 

 

The Hu ist eine neue Form der Künstlerdynastie, die nicht nur einen Älteren und einen Jüngeren, sondern auch einen Mittleren zu bieten hat. Die Bilder der drei, in der Ausprägung ihrer jeweiligen Kunst ganz unterschiedlichen Maler, eint Originalität und das lustvolle Unterwandern von Konventionen.

 

Rudi Hurzlmeier, genannt der Ältere ist Autodidakt, Cartoonist, Autor und einer der wichtigsten Protagonisten und Mitbegründer der Komischen Kunst. Die sehr gegenständlichen Bilder und Zeichnungen mit Hang zum Hintersinnig-Absurden, lassen ihn als romantisch-komischen Surrealisten erkennen. 

(*1952) seit 20 Jahren ist er ständiger Mitarbeiter des Satiremagazins Titanic, er veröffentlichte bislang über 40 Bücher und ist als Gastdozent der Sommerakademie für Komische Kunst in Kassel aktiv. Er war zwei mal Gewinner des Deutschen Karikaturenpreises.

 

Julian Hurzlmeier, Künstlername Julina Rosl, ist der besagte Mittlere und erweist sich als Meister der Art Brut in Verbindung mit naivem Pop. Er malt gegenständlich. Er bildet  Menschen, Landschaften und Gegenstände ab, verändert sie aber und kombiniert sie mit neuen Namen. Seine Filzstiftzeichnungen sind farblich virtuos, grotesk und abgründig zugleich. Er ist ein wahrer Meister in der Kombination von Farben. 

(*1980) Er wurde mit Trisomie 21 geboren und lebt  in einer antroposophischen Lebensgemeinschaft. Seit 2010 ist er leidenschaftliches Mitglied einer orientalischen Bauchtanzgruppe.

 

Leonhard Hurzlmeier, der Jüngere, seine Gemälde gehen ins Abstrakt-Geometrische, also das absolute Gegenteil zu Vater und Bruder. Eine Besonderheit seiner Bilder ist die geometrische Präzision. Die Bilder sind flächig abstrakt. Die geometrische Strenge wird durch den Farbauftrag gebrochen, dadurch bekommen sie eine eigenwillige Lebendigkeit.

(*1983) Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München (2011 Diplom als Meisterschüler) und wurde als bester Absolvent seines Jahrgangs mit dem EON Kulturpreis Bayern 2011 ausgezeichnet. Seit 2015 ist er durch die Galerie Rachel Uffner in New York vertreten.

 

 

Dauer der Ausstellung: Sonntag, 10. März bis Sonntag, 7. April 2019

  

 

 

 Konzert

Rehan Seyed Trio »Von Django bis Tango« 

 

Sonntag, 24. März 2019 um 19.00 Uhr

 

Hyun-Bin-Park, Gitarre – Simon Ort, Bass – Rehan Seyed, Gitarre

 

Die Musiker sind Meister Ihres Fachs und fühlen sich im traditionellen Jazz, im Gypsy Jazz, sowie auch im Latin Jazz zu Hause. Das Trio bringt sein ganzes Können und seine Improvisationskunst ein. Die daraus entstehende Spielfreude und Spontaneität ist ein Vergnügen für das Publikum. Virtuos – leidenschaftlich – originell.

 

 

Eintritt: 8,- Euro

 

 

 

Lesung mit Karol Sidon

»Traum von meinem Vater«

 

Montag 18. März um 20 Uhr

 

Karol Sidon schrieb dieses autobiographische Buch in den sechziger Jahren. Er erinnert sich an sein Aufwachsen im Prag der Nachkriegszeit und versucht, das Bild seines Vaters heraufzubeschwören, der im KZ Theresienstadt umgebracht wurde. Nach Maxim Billers Urteil ein »direktes, unkitschiges und ziemlich geniales Buch«, das erstmals in deutscher Übersetzung vom Nürnberger Autor Elmar Tannert vorliegt. Ein ebenso melancholisch zartes wie lakonisch humorvolles Stück Literatur, das in seiner ungeschliffenen, zuweilen auch wunderbar böhmischen Art Vergleichbares sucht.

 

 

Sidon, 1942 in Prag geboren, studierte an der dortigen Film- und Fernsehakademie und arbeitete anschließend u. a. als Hörspielautor und Dramaturg. In den Sechzigerjahren trat er erstmals als Schriftsteller in Erscheinung. Er ist Unterzeichner der Charta 77 und war während des Kommunismus im Widerstand aktiv. 1978 konvertierte er zum Judentum. 1983 ging er nach Westdeutschland, um in Heidelberg Judaistik zu studieren. Anfang der Neunzigerjahre kehrte Sidon nach Tschechien zurück. Ab 1992 war er Oberrabbiner von Prag, jetzt ist er tschechischer Landesoberrabbiner.

 

Eintritt: 10,- Euro

 

 

 

 

Im Rahmen der 5. Biennale der Zeichnung 2019* 

beteiligt sich das Bernsteinzimmer mit der Ausstellung:

 

»Peter und der Wolf und Maria«

Maria Bussmann, Peter Engel, Wolf Sakowski

 

 

Ausstellungseröffnung im Bernsteinzimmer: Sonntag, 13. Januar 2019 um 11 Uhr

 

Dauer der Ausstellung: Sonntag, 13. Januar bis Sonntag, 24. Februar 2019

Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag 15 bis 19 Uhr

 

 

Maria Bussmann

 

Die Serie von 24 Zeichnungen von Maria Bussmann mit dem Titel »Franz in Florida« bezieht sich auf eine sehr bekannte Winterreise, die von Franz Schubert, der die Gedichte von Wilhelm Müller genial vertonte. In einer Umkehrung der üblichen Erwartungen – die von sonnigen Stränden unter Palmen – thematisieren die einzelnen Blätter sowohl Motive der tragischen Wanderung, als auch eine Tristesse dort, wo man sie zunächst nicht vermutet.

Beim gelben Papier, das die Sonne Floridas auszusagen schon vorab in sich gespeichert hat, handelt es sich um ein typisches amerikanisches Schreibblock-Papier. Es verstärkt den Charakter eines tagebuchartig gezeichneten Reise-Berichts. Die Serie ist 2017 entstanden.

                              

 

Peter Engel

 

Peter Engel studierte Anfang der neunziger Jahre am Ende des letzten Jahrtausends an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Seit ungefähr dreiundzwanzigeinhalb Jahren arbeitet er als Bühnenbildner für verschiedene Theater zwischen Oldenburg und Wien, daneben ist er als Buchillustrator und Grafiker tätig. 

Zeichnungen für Ausstellungen und für keine Ausstellungen entstehen abends nach zwanzig Uhr, manchmal steht ein Glas Rotwein in der Nähe, manchmal auch nicht. Das Tuschegläschen ist immer dabei, Aquarellfarben öfter; Gouache-Farben dürfen eher selten mit aufs Papier. Ein weiteres, wichtiges Instrument ist eine alte Schreibmaschine mit schwachem Farbband. Die Zeichnungen wagen sich daher selten über das Format DIN-A4 hinaus.

 

 

Wolf Sakowski

 

»Einhundert Fragen ohne Antwort« – so lautet der Titel eines Kontingents von weit über hundert kleinformatigen Mixed Media Zeichnungen Wolf Sakowskis aus dem Jahre 1998.

In Anlehnung an das Verfahren der automatischen Zeichnung der Surrealisten, formale und inhaltliche Einschränkungen umgehend, verdanken diese Arbeiten ihre Kraft und Intensität der Spontaneität ihres Entstehens. Der eingangs erwähnte Titel bezieht sich auf in die Zeichnungen collagierte und mit Fragezeichen versehene Adjektive. Einen kausalen Zusammenhang vermeidend, sind sie nach einem Zufallsprinzip ausgewählt und vervollständigen das Bild der reinen poetischen Schöpfung. 

 

 

 

 

 

*Siehe auch: Galeriehaus Nord e.V., Kunstgalerie Fürth, Freundeskreis Kunstmuseum Erlangen e.V., Kunstverein Erlangen e.V., Galerie im Bürgerhaus Künstlerbund Schwabach e.V., Verein für Museum und Kunst e.V., Zirndorf.

 

 

 

 

*

 

 

 

 

 Konzert

 

Smoota

 

Donnerstag, 21. Februar 2019 um 20 Uhr

 

Smoota wuchs in der Nähe von Boston auf und studierte Film und Literatur an der Harvard Universität, wo er 16mm Filme unter der Ägide des jugoslawischen Filmemachers Dusan Makavejev drehte. Sein Hauptinstrument ist zwar die Posaune, doch als Smoota spielt er auch diverse weiche Synthies, Drumcomputer, etc. Er ist dauerhaftes Live- und Studiomitglied von TV on The Radio. 

Eintritt: 8,- Euro

 

 

 

 

 

 

 

»Zu guter Letzt« Dia-Monopolvortrag No. 45

 

»Tarkowski in Franken«

 

Samstag, 26. Januar 2019 um 19.30 Uhr

 

Wird die Lichtbilderwelt Fredder Wanoths in ewige Finsternis versinken, wenn endgültig keine Dia-Filme mehr produziert werden? Nach wie vor ist der Künstler in unermüdlichem Einsatz für Melancholie in belichtungsschwachen Zeiten.

  

 

 

 

 

»Zu guter Letzt« Dia-Monopolvortrag No. 45

 

»Tarkowski in Franken«

 

Samstag, 26. Januar 2019 um 19.30 Uhr

 

Wird die Lichtbilderwelt Fredder Wanoths in ewige Finsternis versinken, wenn endgültig keine Dia-Filme mehr produziert werden? Nach wie vor ist der Künstler in unermüdlichem Einsatz für Melancholie in belichtungsschwachen Zeiten.